Wir Legehennenhalter stellen uns vor

Viel Spielzeug auf dem Vriesen-Hof

Seit Anfang 2017 verzichtet die deutsche Eierwirtschaft auf das Kürzen der Schnabelspitzen der Legehennen. Das bringt auch Herausforderungen mit sich: Was macht man also zum Beispiel auf dem Hof Vriesen, damit sich die Tiere mit ihren Schnäbeln nicht gegenseitig bepicken?

Es gehört zum natürlichen Verhalten der Hühner zu picken – sowohl Futter vom Boden als auch mitunter die Artgenossen. Da sich die Tiere wegen ihrer spitzen Schnäbel dadurch gegenseitig verletzen können, wurden in der Vergangenheit die Schnabelspitzen der Legehennenküken kurz nach dem Schlupf gekürzt. 2017 ist die deutsche Legehennen- und Eierbranche geschlossen aus dem Schnabelkürzen ausgestiegen. Ein großer Schritt für mehr Tierwohl, der allerdings ganz neue Herausforderungen für die Hennenhaltung mit sich bringt. Die Tiere müssen nun noch gezielter und intensiver als zuvor beobachtet werden, um dem „Federpicken“ vorzubeugen.  Im modernen Stall gibt es darum Strohballen, Picksteine und viele weitere Materialien, mit denen sich die Legehennen beschäftigen können. Auf dem Hof Vriesen kümmern sich zehn Mitarbeiter darum, dass in den Ställen alles so läuft, wie es soll. Ausmisten, Eier aufsammeln und Picksteine erneuern. Der persönliche Kontakt zu den Hühnern hat bei Vriesens übrigens Tradition: Als sie vor Jahren auf Bodenhaltung umstellten, wollten sie genau wissen, wie die Herde die neue Stalleinrichtung annimmt, weshalb Familie Vriesen die ersten Nächte im Stall auf Campingstühlen verbrachte.

„Wenn es den Tieren gut geht, dann geht es auch uns gut.“

Dietrich Vriesen

Der Vriesen-Hof in Zahlen

2 Hektar Fläche
7 Ställe
35 Mitarbeiter
195.000 Legehennen
180.000 Eier pro Tag
Vollautomatische Anlagen bearbeiten
1,5 Millionen Eier pro Woche.

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